nächste Jours fixes des VS Saar

Donnerstag, 11. April, 20 Uhr

Donnerstag, 9. Mai, 20 Uhr

Donnerstag, 13. Juni, 20 Uhr

Donnerstag 28. März 2019, 20 Uhr, Saarländisches Künstlerhaus

Arno Schmidt – Briefwechsel mit Hans Wollschläger

Buchvorstellung und Lesung der Arno-Schmidt-Stiftung mit Giesbert Damascke, Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach

Werfen Sie ja die Flinte in keine der bekannten Korn-Arten... Eine einzigartige Korrespondenz beginnt im September 1957 zwischen Arno Schmidt und dem jungen Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, Hans Wollschläger. Zu Beginn kreist der Briefwechsel, noch förmlich, um das Spätwerk Karl Mays und die umstrittenen Bearbeitungen der Texte durch den Verlag. Doch schon bald wird der Kontakt intensiver und persönlicher, der Ton freier. 1964 beginnen sie damit, das Gesamtwerk Edgar Allan Poes ins Deutsche zu übersetzen. Erst als Schmidt sich in die Arbeit an Zettel’s Traum zurückzieht, wird der Kontakt spärlicher, bis Schmidt völlig verstummt.


Der Band präsentiert neben den Briefen Schmidts und Wollschlägers die Korrespondenz zwischen Alice Schmidt und Hans Wollschläger, den Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und dem Karl-May-Verlag sowie zahlreiche ergänzende Dokumente.

Montag, 1. April, 20 Uhr, Saarländisches Künstlerhaus

Guy Helminger – Von den Tannen nach Iran

Lesung aus den Büchern 'Die Tagebücher der Tannen' (Gedichte, 2018) und 'Die Allee der Zähne. Aufzeichnungen und Fotos aus Iran' (2018)

Wenn Guy Helminger reist, kommt er mit Menschen ins Gespräch, schreibt auf, was sie erzählen. So zeigt sein Buch Die Allee der Zähne einen Iran jenseits der Mullah-Diktatur, ein Land, das sich nicht auf Repression reduzieren lässt, sondern im Gegenteil in vielen Stimmen wohnt und sich wehrt. Obwohl die Notizen aus dem Jahr 2007 stammen, hat das gerade erschienene Buch eine bestechende Aktualität.

 

Auch in seinen Gedichten reist Guy Helminger in Welten, Dörfer und auf Felder, die jenseits des Offensichtlichen liegen, von den Ahnungen hinter den Dingen mit einer poetischen Haptik berichten. Und wer Helminger einmal vortragen gehört hat, wird ihn so schnell nicht vergessen.

 

1963 in Esch-Alzette (Luxemburg) geboren, arbeitet er seit 1985 in Köln. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Romane wie Morgen war schon, Neubrasilien, Erzählungsbände wie Rost, Etwas fehlt immer, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiele. Guy Helminger erhielt u. a. 2004 den 3sat-Preis anlässlich der 28. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, 2006 den  Prix du mérite culturel de la ville d’Esch, sowie 2016 den Dresdner Lyrikpreis samt Publikumspreis.