nächste Jours fixes des VS Saar

Donnerstag, 14. Februar, 20 Uhr

Donnerstag, 14. März, 20 Uhr

Donnerstag, 11. April, 20 Uhr

Montag, 4. Februar 2019, 20 Uhr, Saarländisches Künstlerhaus

Jörg W. Gronius:

»Guten Abend die Nachrichten oder Informationsfluxus«

Buchvorstellung und Lesung

Ein knappes Jahr Radio-Nachrichten hören und in zeitgenössische Lyrik verwandeln – geht das? Und wie das geht. Jörg W. Gronius verdichtet die Nachrichten in seinem Informationsfluxus. So entsteht ein ungewöhnliches Stimmen-, Ereignis- und Nachrichtenpanorama, das den Subtext der Nachrichten sichtbar und neu erfahrbar macht.

 

Jörg W. Gronius, geboren 1952 in Berlin, Studium an TU und FU Berlin, Dr. phil., Dramaturg an Theatern in Berlin und Wien, lebt seit 2006 als freier Autor in Saarbrücken.
Romane: Ein Stück Malheur (2000), Der Junior (2005), Plötzlich ging alles ganz schnell (2007), Horch (2012, alle im Weidle Verlag, Bonn), Last Call (Conte Verlag, St. Ingbert 2013). Kurzgeschichten: Das Wunder Hannover ( Wehrhahn Verlag, Hannover 2002), Im Reich der Fische (Conte Verlag, Saarbrücken 2009), Die Farbe der Könige (Topicana, Saarbrücken 2012) Daheim und wieder da draußen (PoCul, Saarbücken 2017)
Lyrik: Beckfeld Vertigo (Bücherhaus, Bargfeld 2003), Traumwohnungen & Götter (PoCul, Saarbrücken 2014)

14. – 17. Februar 2019 in Aschaffenburg

LITERATUR UNTER STROM: 50 Jahre VS – der Kongress

Der VS wird 50 – und bleibt kein bisschen leise. Vom 14. bis 17. Februar 2019
findet der 22. Bundes- und Jubiläumskongress des VS in Aschaffenburg statt.
Im Mittelpunkt der über 30 Lesungen, hochkarätig besetzten Debatten, Po-
etry-Slam-Battle sowie der Delegiertenkonferenz stehen die Themen Politik
und Digitalisierung: »Literatur unter Strom«. Wie hat sich das Schreiben, die
Inhalte und das Produzieren durch die Digitalisierung verändert? Welche
Chancen ergreift die Kunst, welche Risiken bergen Monopolstrukturen und
Piraterie – und wie begegnen Autoren und Autorinnen den Entwicklungen
des politischen Alltags?

 

Programm und Anmeldung siehe hier.

15. – 17. März 2019, Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel

Grenzverschiebung zwischen Realität und Fiktion

Autorenseminar des VS Saar, des VS Rheinland-Pfalz und des Saarlän- dischen Künstlerhauses

Eine durch Wissenschaftsorientierung sowie durch ökonomische, technische, politische Notwendigkeiten geprägte Welt steht der Welt der Kunst und der Fantasie konträr gegenüber. Da hierbei Konventionen eine wesentliche Rolle spielen, kann man durchaus einen gewissen Grad an Beliebigkeit in der Trennung von beiden annehmen. Dass die Trennung –, mit unterschiedlichsten Absichten und Zielen, mit den unterschiedlichsten Techniken und Tricks – immer wieder aufgehoben wird, zeigen historische und aktuelle Beispiele aus den unterschiedlichsten Bereichen beider ›Welten‹ (z. B. Werbung, fotorealistische Malerei, Trompe-l'œils, realistische Erzählungen, postfaktische Politik, Lügen, Täuschungen, Diplomatie, Wahlpropaganda, Verleumdung, tendenziöser Journalismus, Gerüchte, …). Dadurch entsteht zwischen Realität und Fiktion ein fließender Übergang, Realität und Fiktion sind nicht klar trennbar. In dem Seminar soll mit der Grenzverschiebung zwischen Realität und Fiktion, zwischen Bericht und Literatur, mal zur einen, mal zur anderen Seite hin, experimentiert werden. Als Referent konnte Werner Pöschko gewonnen werden, der insbesondere als Autor von Hörspielen und Features die Grenzverschiebungen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Geschichte und Dokumentation perfekt beherrscht und damit die Diskriminante zwischen beiden in Frage stellt.
Klaus Wiegerling, unser zweiter Referent, begreift das Thema von einer anderen Seite: Er geht auf ein grundlegendes Charakteristikum der Wirklichkeit ein, nämlich auf ihre Widerständigkeit. Wir können über bis ins Pathologische reichende konstruktive Fähigkeiten verfügen“, meint er, die Wirklichkeit fügt sich offensichtlich nicht unseren Konstruktionen und Wünschen. Keine Spiele und keine Tricks befreien uns von der Suche nach einem gemeinsamen Bezugspunkt unserer Kommunikation. Ihre aktive Mitarbeit an dem Seminar ist sehr erwünscht.
Bitte beachten Sie die Schreibaufgabe, die Werner Pöschko Ihnen stellt (vgl. Programm, Samstag).
Jede/r literarisch Interessierte ist willkommen. Programm und Anmeldeformular siehe unten. Das Seminar möge uns miteinander bekannt machen, belehren und inspirieren.

Programm und Anmeldeformular (s. letzte Seite)
EinladungKirkel2019.pdf
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